Eine Art Wunder

In Nigeria spielt Religion eine große Rolle. Rache aber auch: Die Menschen töten für ihren Glauben. James und Ashafa waren Erzfeinde. Jetzt arbeiten sie zusammen für den Frieden. Die Geschichte einer dramatischen Versöhnung. Von Michael Gleich

Bürgerkrieg Reloaded

Vor 25 Jahren legten sie ihre Heimat in Schutt und Asche. Heute wollen sie ihren Landsleuten die Gewalt ausreden, solange die Zeit dafür noch reicht – während der Krieg um Syrien auf den Libanon übergreift. Auf die „Fighters for Peace“ wartet eine Mission Impossible.

Töten für Medaillen

Indien, größte Demokratie der Welt, erweist sich im Nordosten des Landes als Militärregime. Hunderte von Zivilisten werden getötet, ein Sondergesetz sichert Soldaten Immunität zu. Dagegen kämpfen ein Anwalt und eine Frau, die seit 14 Jahren nichts gegessen hat. Die beiden könnten gewinnen. Von Michael Gleich

Gottes schnelle Eingreiftruppe

Im unruhigen Nordosten Indiens kämpfen zahlreiche Rebellengruppen gegen die Armee, für politische Autonomie und finanzielle Pfründe. Einzige Kraft, die von allen Seiten respektiert wird, sind die christlichen Kirchen. In Krisensituationen bringt der katholische Erzbischof Thomas Menamparampil ein überkonfessionelles Friedensteam zusammen – und Aufständische an den Verhandlungstisch. Von Michael Gleich

Der zweite Krieg gegen die Frauen

Im Jahre 2012 wurden sie noch als Märtyrerinnen gefeiert: Frauen, die in Libyen für die Revolution gekämpft hatten und von Gaddafis Soldaten vergewaltigt worden waren. Heute müssen sie erneut um ihr Leben fürchten. Die traditionellen Tabus regieren wieder. Um die „Schande“ zu tilgen, schrecken Familien nicht vor Ehrenmorden zurück. Die einzige Organisation, die Opfern hilft, muss im Verborgenen operieren. Von Michael Gleich

Flashbacks in Tripolis

Ein Traumazentrum in Tripolis versucht, die seelischen Wunden des Krieges in Libyen bei Kindern und Jugendlichen zu heilen. Den 26jährigen Feras plagt im Kopf ein Horrorfilm in Endlosschleife. Von Michael Gleich

Zwischen Traum und Terror

In Aleppo, Syrien, schafft ein Elektroingenieur Ordnung im Chaos des Krieges. Er treibt die Menschen an, sich zu organisieren: gegen Müll und Hunger – als suchte Abd al-Nasr die Schaltkreise friedlichen Zusammenlebens in der Metropole. Die Leute nennen ihn einfach: Scheich. Von Carsten Stormer

Die Mörder sind wieder unter uns

Seit dem Völkermord von 1994 ist Ruanda eine verwundete Nation. Nun kehren die Mörder von einst zurück in ihre Dörfer. Eine kleine Organisation versucht, Opfer und Täter zu versöhnen. Von Markus Wanzeck

Muslim und Kopte – Brüder im Geiste

Ein halbes Jahr nach der Revolution ist Ägypten immer noch nicht zur Ruhe gekommen. Ein Jesuitenpater und ein Islamgelehrter setzen sich in Kairo für Frieden zwischen den Religionen ein. Ohne Predigten oder Heilsversprechen. Von Sara Mously

Nach dem Ballverlust

Fatuma Abdulkadir Adan organisiert in Kenia Fußballturniere, bei denen verfeindete Stämme in gemischten Teams zusammenspielen. Sie weiß: Ein Ball kann mehr ins Rollen bringen als zähe Verhandlungen. Von Susanne Stiefel

Mateo will leben

In der Koka-Hauptstadt Medellín in Kolumbien zeigt eine Initiative von über achtzig Hip-Hoppern, wie sich Jugendliche Respekt erobern können: Mit dem Mikro – statt mit Drogen und Gewalt. Von Tilman Wörtz

Mission hinter den Kulissen

Im Süden von Thailand bekämpfen Milizen zugewanderte Muslime. Im Norden bekriegen sich königstreue Gelbhemden monarchistische Rothemden. Gothom Arya sorgt dafür, dass die verfeindeten Parteien miteinander reden. Von Uschi Entenmann

Ein Volk sitzt zu Gericht

In Ruanda schlichteten früher die Gacacas, die Grasgerichte, Streitereien um ein verkauftes Kalb oder ein Stück Land. Heute stehen Mörder und Vergewaltiger vor den Laienrichtern. Von Bernd Hauser

Aus Feinden werden Nachbarn

Omar Abu Zaid ist ein Muhakim, arabisch für Richter oder Schiedsrichter, eine Institution mit Tradition in Ägypten. Er ist 70 Jahre alt und Oberhaupt einer der wichtigen Familien im Nildelta. Er macht Feinde wieder zu friedlichen Nachbarn, findet weise Worte der Versöhnung. Von Patrick Hemminger

Im Namen der Frau

Auf dem Weg vom Nochkriegsland zum Nachkriegsland haben die Tschetschenen ihre Frauen links liegen lassen. Liphan Bassajewa, Gründerin der Organisation „Würde der Frau“, räumt auf mit alten Traditionen und neuen Moralpredigten. Im Notfall zieht sie auch für wenige Minuten eine Hose an. Von Diana Laarz

Radio Ushirika funkt dazwischen

Mitten im Rebellenland der Demokratischen Republik Kongo sendet „Radio Ushikira“ versöhnliche Töne. Der Sender wird von Ehrenamtlichen betrieben und spricht in allen Sprachen der miteinander verfeindeten Gruppen. Von Philipp Mausshardt

Vivario – Frieden in der Favela

Nirgendwo werden so viele Menschen erschossen wie in Brasilien. In Rios Stadtteil Cantagalo ist es gelungen, das Morden zu stoppen. Von Tilman Wörtz

Ein Lernort für den Frieden

Im jüdisch-arabischen Dorf Neve Shalom/ Wahat al Salam versuchen die Bewohner das scheinbar Unmögliche: friedliches Zusammenleben und Teilung der Macht. Von Tilman Wörtz

Peace Boat – Die Freiheit der Meere

Japaner gründeten eine Universität, die ständig um den Globus schippert. Mit bis zu 1.000 Passagieren an Bord wirbt das Peace Boat für Völkerverständigung. Von Michael Gleich

Elena vermittelt zwischen Feinden

Elena Gulmadova trägt in Mazedonien bei zur Aussöhnung verfeindeter Muslime und Christen. Von Michael Gleich

Eine Oase im Geisterland

Ein blutiger Bürgerkrieg hat den Norden Sri Lankas zerstört. Dort erfindet ein Tamile mit deutschem Pass sein Leben neu. Von Michael Gleich

Cops machen Kulturrevolution

In New Haven im US-Bundesstaat Connecticut steht eine Frau an der Spitze der Polizeiakademie. Konflikte werden dort gewaltlos gelöst. Von Jürgen Schäfer

Gewaltfrei kommunizieren

Marshall B. Rosenberg, 71, amerikanischer Friedensaktivist und Erfinder der „Gewaltfreien Kommunikation“ setzt methodisch dort an, wo andere Visionäre wie Mahatma Gandhi oder Martin Luther King aufhörten: bei einer friedfertigen Rhetorik. Von Swantje Strieder

Gott zwischen den Fronten

Jerusalem, die gespaltene Stadt: Israelische Juden und palästinensische Muslime stehen sich als Todfeinde gegenüber. Zwischen ihnen harrt ein Häuflein deutscher Benediktiner aus, auf der Suche nach Gott – und praktischen Konfliktlösungen. Von Michael Gleich

Rinnsal im Garten des Herrn

Lot ließ sich im Jordan-Tal nieder, so steht es im Alten Testament, weil es „bewässert war wie der Garten des Herrn“. Heute ist der Jordan im Unterlauf ein stinkender Abwasserkanal. Umweltschützer wollen das in einer einzigartigen Zusammenarbeit ändern. Von Bernd Hauser

Und wenn die Welt voll´ Teufel wär´…

Padre Giovani Presigas Waffen sind Klugheit, Mut, Geduld und Fingerspitzengefühl, wenn es in Kolumbien um Leben und Tod von Entführten, um Vertriebene und um bedrohte Bauern geht. Von Uschi Entenmann

Die Rückkehr der Wüstenritter

Henner und Barbara Papendieck haben im Norden von Mali mit dem Anbau von Reis Hoffnung im kriegszerstörten Land geschaffen. Von Uschi Entenmann

Ex-Terroristen und kalter Frieden

Am 10. April 1998 schlossen die verfeindeten Gruppen in Nordirland das Karfreitagsabkommen. Zwei ehemalige Terroristen kämpfen auf der Straße weiter – als Sozialarbeiter gegen den Hass. Von Michael Gleich

Pater überwacht Waffenstillstand

Auf der philippinischen Insel Mindanao wacht Pater Bert Layson mit einem Netzwerk von Bauern, Geistlichen und Politikern über den Frieden. Von Tilman Wörtz

Schwere Jungs, sanfte Hand

In Südafrika verschafft die junge Mediatorin Victoria Maloka sich im Gefängnis Respekt mit Rollenspielen und Gruppentherapie. Von Uschi Entenmann

Zweites Leben kleiner Mörder

Sektenführer Joseph Kony wollte Uganda in einen extremistischen „Gottesstaat“ verwandeln. Achtzig Prozent seiner „Soldaten“ waren Kinder, die er wie Kampfhunde zum Morden abrichten ließ. Ugandische Sozialarbeiter versuchen nun, sie wieder in ein ziviles Leben zu führen. Von Carsten Stormer

Einmaleins der Zukunft

In Afghanistan organisiert ein deutscher Mathematiker Unterricht in Moscheen, vor allem für Mädchen. Seine Verbündeten sind die lokalen Mullahs. Ohne Bildung sei Frieden und wirtschaftlicher Aufschwung unmöglich, sagen sie. Von Carsten Stormer